Montag, Oktober 10, 2005

Wie Wunderbar
Welch eine phantastische Erklärung:

"das aufstossen des bierglases entstammt gewohnheiten, die mit dem bayrischen weissbier (weizen) einhergehen.
einem schönen bier gehört schon seit jeher eine blume gesetzt, in bayern nannte man die immer banal nur schaum.
da hier aber in der frühzeit der braukunst die schwierigkeit bestand, den schaum zu halten, gab es gerade beim weissbier den netten trick der wirte, dem bier 2-3 reis- oder andere getreidekörner zuzugeben, da diese durch (hier kommt die physik zu tragen) adhäsionseffekte dafür gesorgt haben, durch ständiges aufsteigen und wieder abfallen, den schaum möglichst lange auf dem bier zu halten.
nun kommt es natürlich auch vor, dass man gerade dann das glas ansetzen möchte, wenn die körnchen oben sind. deshalb stösst man nun das glas noch einmal auf, um die reiskörnchen nach unten abzustossen.
seit einigen jahren, vor allem seitdem das weissbier auch ausserhalb bayerns salonfähig geworden ist, wurde der brauch der beigefügten reiskörner fast vergessen, da ja auch der schaum des bieres mittlerweile durch andere brauverfahren deutlich länger steht. aber gewohnheiten gehen eben nicht ganz so schnell verloren, sie lösen sich von ihren ursprünglichen zusammenhängen und verbleiben dann verwaist."


danke an Herrn Wagner-Lässig, via Email

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